[PM] Proteste gegen Bundeswehrauftritt auf JobMesse

Sonntagmittag haben AktivistInnen der Kampagne „Wir.Dienen. Deutschland.Nicht.“ den Stand der Bundeswehr auf der hannoverschen Jobmesse gestört. Mehr als ein Dutzend Personen blockierten den Stand mit Transparenten und skandierten unter anderem „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt.“

„Mit unserer Aktion wollen wir das Werben der Bundeswehr wenigstens für einen kleinen Moment aus dem Takt bringen. “, erklärte die Aktivistin Anna Lenßen. „Im Vorfeld des 40. Sommerbiwaks der 1. Panzerdivision am 9. August wollen wir deutlich machen, wie weit die Bundeswehr in die Gesellschaft vorgedrungen ist und ihr Grenzen setzen.“ Nach kurzer Zeit ging Sicherheitspersonal auf die AktivistInnen los und die Polizei führte sie ab. Ein Pressefotograf wurde ebenfalls massiv bedrängt und gezwungen, seine Aufnahmen zu löschen. Unter dem Titel „Karriere mit Zukunft“ versucht die Bundeswehr auch auf dieser Messe den „Arbeitgeber“ mit vielen spannenden Jobperspektiven zu geben.
Dass das eigentliche Handwerk des Soldaten Kriegführen mit all dem Elend, Töten und Sterben ist, wird hinter Bildern von Abenteuer, Karriere und von der helfenden Armee im weltweiten Einsatz versteckt. Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht ist die Bundeswehr zu einem immer offensiveren Werbefeldzug übergegangen. Nur so scheint sie noch ihren „Nachwuchs“ zu bekommen. Hier will die Kampagne intervenieren. Sie steht in Verbindung mit der internationalen „Krieg beginnt hier“-Kampagne: „Wir wollen auch zivile Orte und Institutionen – Schulen, Arbeitsagenturen, Universitäten, Berufsmessen – als Orte markieren, in die militärische Formierung und Rekrutierung tagtäglich eindringt.“

Kampagne Wir.Dienen.Deutschland.Nicht.